Das Programm

08:15

Einlass

- | Wandelhalle |

10:30

Pause

- | Wandelhalle |


Posters and Stands

11:00

Aus der Praxis – Unternehmen gestalten die Energiewende

- | Festsaal | Deutsch

Julia Schließauf (Stadt Leipzig/Referat Digital Stadt)

12:30

Mittagessen

- | Wandelhalle |


Posters and Stands

13:30

Digitale Tools für die Kommunale Wärmeplanung

- | Festsaal | Deutsch

Chair: Julia Schließauf (Stadt Leipzig/Referat Digital Stadt)

  • Dr. Markus Götz (Karlsruher Institut für Technologie (KIT)): Automatische Erkennung von Wärmebrücken in Drohnenbildern mit Deep Learning

    Wärmebrücken sind Schwachstellen in der Gebäudehülle, die zu Energieverlusten, Feuchtigkeitsansammlungen und Schimmelbildung in der Bausubstanz führen können. Um Wärmebrücken in großen Gebäudebeständen zu erkennen, können Drohnen mit Thermografiekameras eingesetzt werden. Wir haben dahingehend einen freiverfügbaren Datensatz erstellt, der 926 hochaufgelöste 5-Kanalbilder (RGB, Wärme und Höhe) mit 6.927 Annotationen umfasst und nach den FAIR Prinzipien katalogisiert ist. Mit Hilfe von Deep Learning haben wir diesen umfangreichen Satz von Panoramabilddaten der Karlsruher Dächer außerdem automatisiert analysiert und Wärmebrücken segmentiert. In unseren Experimenten verwenden wir aktuelle neuronale Modellarchitekturen: MaskRCNN R18, MaskRCNN R50, Swin-T Transformer, TridentNet, FSAF mit und ohne Vortraining. Während des Trainings haben wie weiterhin die notwendige elektrische Energie für den Lernprozess bestimmt.

  • Prof. Dr.-Ing. John Grunewald (Technische Universität Dresden): Beiträge zur Entwicklung klimaneutraler Bestandsquartiere im digitalen Zeitalter

    In unseren Breitengraden gibt es im Gebäudebereich im Winter regelmäßig Heizenergiebedarf und im Sommer klimawandelbedingt zunehmend Kühlenergiebedarf. Daher liegt es nahe, durch Erschließung großer Speichermassen eine saisonale Verschiebung regenerativer Wärme und Kälte anzustreben, wofür die Nutzung des Erdreichs mittels oberflächennaher Geothermie prädestiniert ist. Die oberflächennahe Geothermie bietet ein ganzes Set verschiedener Technologien, z.B. Flachkollektoren, Energiekörbe oder Bohrsondenfelder, wie auch Agro-, Fluss- und Tunnelthermie und ermöglicht eine nachhaltige Wärme- und Kälteversorgung aus den vor Ort oder im näheren Umfeld verfügbaren Quellen.

  • Dr. Maik Günther (SWM – Stadtwerke München): Modell München: Ein gebäudescharfes Geoinformationssystem für die kommunale Wärmeplanung

    Das Modell München ist ein gebäudescharfer Datensatz mit umfassenden Simulations- und Visualisierungsmöglichkeiten. Es wird u.a. für die kommunalen Wärmeplanung genutzt – von der Bestandsanalyse bis zur Definition von Umsetzungsmaßnahmen.

15:00

Pause

- | Wandelhalle |


Posters and Stands

15:30

Energiedaten für die Kommune

- | Festsaal | Deutsch

Chair: Julia Schließauf (Stadt Leipzig/Referat Digital Stadt)

  • Simon Albrecht (Stadtwerke Leipzig): KI in der kommunalen Energieversorgung
  • Arvid Weyrauch (Karlsruher Institut für Technologie (KIT)): Effiziente Zeitreihenvorhersage mit KI / Neuronalen Netzwerken

    Zeitreihenvorhersagen sind ein zentraler Bestandteil in der Optimierung des modernen Lebens von Stromverbrauch über Wettervorhersagen bis zur Verkehrsflussplanung. Obwohl KI-Modelle zu weiteren Fortschritten in der Zeitreihenvorhersagen geführt haben, sind klassische Modelle nach wie vor ernsthafte Wettbewerber, insbesonders wenn Rechenkomplexität und Ressourcenverbrauch relevant sind. Anhand des ReCycle-Frameworks wird gezeigt, wie ein gutes Verständnis der Vor- und Nachteile beider Ansätze es erlaubt Interpretierbarkeit, Effizienz und Präzision zu verbessern. Das Ergebnis sind KI-Modelle, die auf einem handelsüblichen Laptop trainiert werden können und mit dem Stand der Technik mithalten oder ihn sogar übertreffen.

  • Robin Lamberti (Civitas Connect): CIVITAS/CORE: Ein Standard für die kommunale Dateninfrastruktur

    Seit einigen Jahren spielt der systematische Umgang mit digitalen Informationen und der Aufbau dazugehöriger Dateninfrastrukturen in fast allen Kommunen eine Rolle. Trotz ähnlicher Herausforderungen wird sich jedoch viel zu häufig allein auf den Weg gemacht. Dabei entstehen gerade im kollaborativen Zusammenwirken vieler Kommunen erst Innovationskraft und Synergieeffekte. Um einen entscheidenden Baustein dieser urbanen Dateninfrastruktur nachhaltig zur Verfügung zu stellen, hat sich eine Community aus 12 Städten und Stadtwerken innerhalb des Vereins Civitas Connect zusammengeschlossen, um gemeinsam den Kern einer urbanen Datenplattform, genannt „CIVITAS/CORE“, zu definieren. Dabei tauschen sie Erfahrungswerte und deren Anforderungen an die Datenbereitstellung verschiedenster Smart City Anwendungsfälle aus, um eine generische Plattform zu gestalten. Die Entwicklung startete im Januar 2024. Kommunen sollten sich bei ihren Überlegungen zur Datenplattform bereits frühzeitig mit der Frage nach Wertschöpfung beschäftigen – Nur wenn es gelingt, eine Vielzahl relevanter Anwendungsfälle im kommunalen Umfeld abzudecken und die dazugehörigen Datenbestände souverän zu verwalten, entstehen wertschöpfende und damit langfristig tragfähige Dateninfrastrukturen als Kern einer digitalen Daseinsvorsorge.

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